Der Maimann ist eine mindestens bis in die Mitte des 19. Jahrhundert belegte Traditionsfigur. Besonders im nördlichen Teil des mittelhessischen Lahn-Dill-Kreises wird diese Tradition an Pfingsten noch gepflegt.

Getragen wurde dieses Brauchtum ursprünglich von den männlichen Schulabgängern eines Jahrganges, die den Rundgang und die Feierlichkeiten organisierten.

Der laubgeschmückte Maimann soll den Sieg des Sommers über den Winter zeigen.

Dabei kam es in der Tradition zu einigen änderungen. In der demonenhaften Gestalt des Maimannes soll der Winter dargestellt werden. Ursprünglich wurde der Maimann in Stroh eingebunden, was früher ein Zeichen des Winters war. Zunächst wurden nur als Verzierung grüne Zweige eingeflochten, die dann später dominierten. Dennoch hat sich die gelbe Farbe mit dem Ginster und Blumen gehalten.

Erst nach Entrichtung des Tributes des Dorfes in Form von Wurst, Eier und Speck lässt sich der Maimann von der Pfingstbraut vertreiben.